Attila Pasztor

Attila Pasztor

„Ich habe Herrn Dr. Burwik im Alter von 15 Jahren im Zusammenhang mit dem Praktikum für zeitgenössische Musik an der Musikuni, damals noch Hochschule, kennengelernt. Wir spielten ein Werk in Trio Besetzung von einer Komponistin, und ich war sehr beeindruckt, mit welcher Klarheit und Überzeugungskraft Herr Burwik uns das Werk nahebrachte. Ich habe bei diesem Unterricht enorm viel gelernt. Bis zu dieser Zeit habe ich von meinen Cello Professoren grundsätzlich nur Anweisungen über einen „gesunden, gut vibrierten“ Cello Ton, motivierende Assoziationen zum Auspressen einer Zitrone erhalten, oder über die Wichtigkeit endloser Kantilenen gehört. Über Phrasierung, klare Gliederung des musikalischen Materials, und über differenzierte Klangfarben habe ich in dieser Klarheit das erste Mal beim Unterricht von Herrn Burwik gehört. Als ich mit 17 mein Kompositions-Studium begonnen habe, war einer meiner großen Wünsche, beim ensemble xx. jahrundert mitzuspielen. Zwar musste ich viele Jahre warten, aber schließlich hat es geklappt.

Bei jedem Projekt des ensemble xx. jahrundert lerne ich enorm viel. Peter Burwik hat den richtigen Blick für das Wesentliche, und auch die Beharrlichkeit, seine Überzeugungen bis ins kleinste Detail umsetzen zu lassen. So ist jedes Projekt nicht nur in Hinblick auf die Werke, sondern auch wegen der Zusammenarbeit mit Peter Burwik ein spannendes, lehrreiches und inspirierendes Unterfangen.“

Attila Pasztor, geboren 1971 in Wien, australischer Staatsbürger.
Studium Violoncello am Konservatorium der Stadt Wien bei Prof. Josef Luitz, an der Wiener Musikuniversität bei Prof. Wolfgang Herzer und Prof. Tobias Kühne; Unterricht bei Daniel Schafran sowie Meisterkurse bei Arto Noras und David Geringas.

1994 Mag. Art. und Diplom mit einstimmiger Auszeichnung und Würdigungspreis des Bundesministeriums. Stipendiat der Hugo-Wolff Stiftung, des Bundesministeriums und der Martha Sobotka-Charlotte Janacek Stiftung.

Attila Paztor studierte Komposition an der Universität für Musik in Wien bei Dietmar Schermann, Heinrich Gattermeyer und Michael Jarrell und seit 1998 Jura, Diplomprüfungen in den Fächern Bürgerliches Recht, Europa-Völkerrecht, Arbeitsrecht, Zivilprozessrecht, Soziologie, Volkswirtschaftslehre, römisches Recht, Rechtsgeschichte.

Solistische Auftritte und Tourneen als Solist mit diversen Orchestern (Wiener Kammerorchester, Slowakisches Kammerorchester, Kammerorchester Zilina, Euro-Asia Kammerorchester, NÖ Tonkünstlerorchester, Izmir Symphonieorchester, Warschauer Philharmoniker, Philharmonisches Orchester Lublin, Rzeszow, Allenstein, Czestochowa, Baltische Philharmonie, Zwickauer Symphonieorchester, Hochschul-Symphonieorchester, Jeunesseorchester, Philharmonisches Orchester Plovdiv, Orchester der Wiener Tonkunstvereinigung, Marchfelder Philharmonie, Mozartorchester Wien), unter anderem im Wiener Konzerthaus und Wiener Musikverein.

Auftritte als Solist bei internationalen Festivals, u.a beim Chopin Festival Gaming, Paderewski-Hoffman , Britten Festival Wien, Schuber Festival Warschau, Wiener Festwochen, Festival Lancut, Sofia Musiksommer, Musikfestival in Havana. Kammermusikalische Auftritte mit dem Küchl-Quartett, Glinka-Arenkow Quartett, Haydn Quartett, Andrej Lubimov, Marian Lapsansky, Zbigniew Zienkowski, Mischa, Kugel, Peter Matzka, Harald Ossberger,Carlos Rivera. Julian Rachlin, Till Fellner u.a.

Auszeichnungen und Preise:

„Wiener Philharmoniker“-Preis, gestiftet von der Münze Österreich (1990), OESTIG Preis für zeitgenössische Musik, ORF Preis des Landes Niederösterreich (1987), 1 Preis als Solist beim „Intern Kammermusikfestival Austria(1987)“, 1.Preis beim intern. Wettbewerb in Liezen (1992), 1.Preis beim intern. Musikwettbewerb Bayreuth (1994), 2.Preis beim Brahmswettbewerb Pörtschach, Semifinalist beim Tschaikowsky-Wettbewerb Moskau.

Attila Paztor ist seit 1998 Mitglied des ensemble xx. jahrhundert; CD Aufnahmen bei Gramola. Auftritte als Gast im Tonkünstler Kammerorchester, im Symphonieorchester in Malta, RSO Wien.

Als Komponist schrieb Attila Paztor Auftragswerke für die Wiener Sezession und für die Stiftung Aubert-Tournier. Uraufführung durch das Genfer Ensemble Contrechamps.“